Diese Schuhe (beziehungsweise „Trainingsgeräte“) können durch eine Verstärkung der gelenknahen Muskulatur einseitigen Überlastungen und Verspannungen vorbeugend entgegenwirken. Insbesondere Rücken- und Ischiasschmerzen aufgrund muskulärer Dysbalancen lassen sich durch regelmäßiges Tragen von MBT-Schuhen vermeiden. Als Mittel zur Cellulitebekämpfung machten die Schuhe in England Schlagzeilen und wurde vom Firmenchef Heidegger folgendermaßen beschrieben: «Cellulite geht nicht weg, man sieht sie nur weniger, weil MBT die Muskeln mehr beansprucht als herkömmliche Schuhe.»
In einer einseitigen Anzeige in der Zeitschrift ORTHOpress 1/2007 beschreibt der Hersteller die Einsatzbereiche: «MBT physiological footwear ist ein in der EU zugelassenes medizinisches Produkt und kann als Begleittherapie zu bestehenden Beschwerden, vor allem an Fuß, Knie, Hüfte oder Rücken, eingesetzt werden.»
Zusammen mit dem Kauf eines Paars MBT-Schuhe erhält der Kunde einen Gutschein für eine etwa einstündige Einweisung für einen korrekten Einsatz der MBT. Die Kurse werden von MBT-Instruktoren (speziell geschulte Personen aus medizinischen Berufen, häufig Physiotherapeuten; nie MBT-Händler) abgehalten. Dort wird in kleinen Gruppen das richtige Tragen und die korrekte Verwendung dieser Fußbekleidung erläutert. In erster Linie wird der veränderte Bewegungsablauf beim Gehen trainiert. Auch das Laufen (Rolltraben, s.u.) wird geschult. Joggen in MBT-Schuhen erfordert Übung und ist nur für ebene Untergründe (Asphalt) geeignet, weil auf unebenen Naturböden (Waldpfad) die Gefahr einer schuhbedingten Verletzung steigt. Leistungsbezogenes, schnelles Dauerlaufen führt aufgrund des gänzlich anderen Bewegungsablaufs in MBT-Schuhen zu einem unergonomischen und plumpen Auftreten. Grund dafür ist der in MBT-Schuhen erforderliche abweichende Bewegungsablauf: Die hauptsächlich pendelartig aus dem Kniegelenk heraus erfolgende Beinbewegung. Bei schnellerem Laufen hingegen kommt die Hüftbeugemuskulatur stärker zum Einsatz, die Beine werden stärker angehoben und die Schritte sind raumgreifender. Ein Bewegungsablauf, der mit der MBT-Konstruktion nicht harmonisch durchzuführen ist.
Neben verschiedenen Schulungen für Instruktoren werden auch Fachhändlerseminare und Trainerkurse für „Masai Walking“ angeboten. Der Hersteller bildet gegen Bezahlung auch Schuhreparateure (Schuhmacher) in der Instandsetzung der MBT-Schuhe aus.
MBT-Schuhe sind nicht nur wegen ihres Aussehens, sondern auch aus schuhfachlicher Sicht und im Besonderen wegen der durch sie angeblich zu erzielenden gesundheitlichen Effekte sehr umstritten.
Das Fersenweichteil kann sich, weil es aus einem offenzelligen Schaummaterial besteht, bei Nässekontakt vollsaugen. In den Pflegehinweisen wird der Käufer darauf hingewiesen, „Salz, Fett, Dünger, Eiweiß oder Blut“ sowie „aggressive Flüssigkeiten“ nicht mit dem Sohlenaufbau in Berührung kommen zu lassen. Diese und weitere Pflegehinweise sind mit dem Verweis verbunden, dass nur bei deren Einhaltung die gesetzliche Gewährleistung gewährt werden könne. Wenn Schuhmacher nach dem Material der Brandsohle gefragt werden, geben sie "Pappendeckel" an. Ein Blick unter die losen Einlegesohlen beweist dies: dort befindet sich - auch für den Laien erkennbar - imprägnierte Pappe.
Die Fertigungsorte (Süd-Korea, Indonesien, Vietnam und China) bedingen Fragen nach einem angemessenen Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Passformen (Gradierungssprünge zwischen den ausgewiesenen Schuhgrößen, Einhalten der Brandsohlengröße in Relation zur genannten Längengröße, und die Größenverhältnisse einzelner Schaftteile) werfen Fragen auf hinsichtlich der fachlichen Kompetenz der Entwickler und Schuhfertiger. Als die Deutsche Schuhfachschule MBT-Schuhe untersuchte, deckte sie dementsprechend mehrere schuhtechnologische Widersprüche und Fragwürdigkeiten auf.
Die Meinungen zu MBT als Therapieschuhwerk gehen stark auseinander. Da die Krankheitsbilder, bei denen MBT-Schuhe eine Verbesserung versprechen, vielfältig und individuell unterschiedlich sind, sowie die Auswirkungen, die das Therapieschuhwerk darauf hat, bislang nicht erfasst werden, ist viel Raum für Argumentationen in die eine wie in die andere Richtung. Fundierte und nachprüfbare, statistische Erhebungen fehlen bislang. Zum jetzigen Zeitpunkt lassen die bisher abgeschlossenen wissenschaftlichen Untersuchungen den vorsichtigen und vorläufigen Schluss zu, dass durch das Tragen von MBT-Schuhen bei bestimmten Patientengruppen Verbesserungen in einigen Bereichen (Gleichgewichtsgefühl, Rehabilitationszeit, Schmerzempfindungen) zu beobachten sind. Wissenschaftlich abgesichert ist es zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich allgemein verbindliche Aussagen zu treffen, die das Tragen von MBT-Schuhen für bestimmte Krankheitsbilder oder Rehabilitationsprozesse empfehlen würden.
Von MBT-Gegnern wird auf die, aufgrund des erhöhten und instabilen Schwerpunkts, stärkere Verletzungsgefahr hingewiesen und zu bedenken gegeben, dass auch ohne solche Schuhe, einfach durch eine gesunde sportliche Betätigung, vergleichbare positive Effekte erreicht werden, wie sie mit Tragen dieser Schuhe angestrebt werden. Kritisiert wird auch das von den Schuhen erzwungene unnatürliche Gangmuster, welches insbesondere beim Joggen besonders stark vom naturbedingten Bewegungsmuster abweicht. Auch verträgt nicht jeder diese Schuhe: Manche klagen über Schmerzen beim Tragen.
Darüber hinaus ist das Schuhklima, vergleichbar anderen Schuhen, die aus ähnlichen Materialien bestehen, nicht gut: Das feuchte Schuhinnenmilieu fördert die Gefahr von Fußpilzinfektionen und führt im Sommer zum Gefühl unangenehm heißer Füße.
Eine sportmedizinische Untersuchung der Universität Tübingen versuchte im Jahr 2003 herauszufinden, ob eine Verbesserung der Koordinationsfähigkeit nach einem sechswöchigen neuromuskulären Training festzustellen sei, wenn eine Versuchsgruppe zusätzlich zum standardisierten Training mit MBT trainierte, und kam zu dem Ergebnis „Es zeigte sich keine signifikante Verbesserung der Koordinationsfähigkeit der Versuchsgruppe (mit MBT) gegenüber der Kontrollgruppe (ohne MBT)“. Abschließend meinten die Wissenschaftler „Weiterführend sind gezielte Analysen (...) notwendig, um (...) Trainingseffekte durch Therapiegeräte wie der Masai Barfuß Technologie (MBT) nachzuweisen.“
Erfahrungsberichte von MBT-Trägern weisen auf eine erhebliche Verbesserung einer stabilen Körperhaltung im Stehen hin: Personen, die bei Tragen von normalem Schuhwerk früher mit Gleichgewichtstörungen oder Schwindelgefühlen im Stand zu kämpfen hatten, konnten ihren eigenen Aussagen zufolge mit MBT-Schuhen eine deutlich bessere Stabilität erzielen. Positiv bewertet werden MBT-Schuhe auch von den Trägern, die eine Besserung ihrer krankheitsbedingten Leiden (Schmerzen im Rücken, der Achillessehne oder von einen Fersensporn herrührend) durch häufiges Tragen dieser Schuhe erfahren haben.
Träger von MBT-Schuhen haben unter kalten Umgebungsbedingungen eher warme Füße als Träger vergleichbaren Schuhwerks mit einem normalem Schuhboden, weil die höhere Muskelaktivität auf Grund der Ausgleichsbewegungen im MBT-Schuh für eine bessere Durchblutung der Füße sorgt.
Kritiker werfen wegen der Fertigung in Fernost Fragen hinsichtlich der sozialen und arbeitsrechtlichen Bedingungen sowie der Einhaltung von Umweltschutzstandards auf. Nach eigenen Angaben hat sich MBT einem Code of conduct im Bereich Umwelt und Soziales unterworfen.